Gravier- &
Werkzeugtechnik
PEMTec Anlage für elektrochemisches Abtragen mit PEMCONTROL Steuerschrank im Fertigungsbereich.
Verfahren

ECM und PECM Erodieren

Elektrochemisches Abtragen mit PEMTec. Für Oberflächenstrukturen und Abbildegenauigkeiten, die zerspanend nicht erreichbar sind.

Ra ≤ 0,05 µmMikrofinish
keinElektrodenverschleiß
PEMTecAnlagentechnik

Abtragen ohne Werkzeugverschleiß und ohne Wärmeeinfluss.

Beim elektrochemischen Abtragen, kurz ECM, löst ein Elektrolytstrom Material anodisch ab. Es gibt keinen mechanischen Eingriff, keine Schnittkraft und keine thermische Randzone. Für das Bauteil heißt das: keine Verfestigung, keine Mikrorisse, keine Eigenspannungen aus der Bearbeitung.

Der zweite Unterschied betrifft das Werkzeug. Die Elektrode nutzt sich prozessbedingt nicht ab. Was beim Senkerodieren nach einigen Teilen nachgearbeitet oder ersetzt werden muss, bleibt hier maßhaltig. Bei Serien mit gleicher Geometrie ist das der entscheidende Punkt.

Erfordert eine Anwendung eine bislang schwer erreichbare Präzision in Oberflächenstruktur und Abbildegenauigkeit, ist das der Weg dorthin, und das bei hoher Prozessgeschwindigkeit.

Was ECM und PECM auszeichnet.

0,05µm
Oberfläche Ra bis

Mikrofinish, das mechanisch nur mit erheblichem Aufwand erreichbar wäre.

0Verschleiß
an der Elektrode

Kein prozessbedingter Abtrag am Werkzeug, deshalb maßhaltig über die Serie.

0K
thermische Randzone

Kein Wärmeeintrag, keine Verfestigung, keine Eigenspannung aus der Bearbeitung.

PECM
gepulst für Feinstruktur

Die gepulste Variante erhöht die Abbildegenauigkeit bei feinsten Strukturen.

Feinste Strukturen, sauber abgebildet.

Sichtbar wird der Unterschied an Bauteilen mit strukturierter Funktionsfläche: Wabenmuster, Spiralnuten, Mikrokanäle. Solche Geometrien lassen sich in einem Durchgang einbringen, statt sie aus vielen Einzelschnitten zusammenzusetzen.

Weil kein Werkzeug verschleißt, ist das hundertste Teil so genau wie das erste. Für Automotive und Medizintechnik zählt dieser Punkt oft mehr als der reine Bestwert an einem Musterteil.

Die Oberflächen prüfen wir attributiv unter dem Mikroskop und geometrisch auf den Koordinatenmessmaschinen. Das Ergebnis steht im Protokoll und liegt zehn Jahre im Archiv.

Zylindrischer Formeinsatz mit spiralförmig eingebrachter Feinstruktur auf der Stirnfläche.
Formeinsatz mit spiralförmiger Feinstruktur.

Fragen zu ECM und PECM.

Was ist ECM?

ECM ist elektrochemisches Abtragen ohne Wärme und ohne mechanische Kraft. Das Werkzeug verschleißt dabei nicht prozessbedingt. Es entsteht keine Randzonenschädigung, wie sie beim Erodieren durch den Funken auftreten kann.

Welche Oberfläche ist erreichbar?

Auf der PEMTec Anlage erreichen wir ein Mikrofinish bis Ra 0,05 µm. Das ist der Bereich, in dem sonst poliert wird, hier aber formtreu und reproduzierbar, auch an Stellen, die für eine Polierhand nicht erreichbar sind.

Für welche Bauteile lohnt sich das?

Für gratfreie Kanten, für Strukturen in gehärteten Werkstoffen und überall dort, wo die Randzone unangetastet bleiben muss. Bei einfachen Geometrien in kleiner Stückzahl ist Fräsen oder Erodieren meist der schnellere Weg.

Warum verschleißt die Elektrode nicht?

Der Abtrag erfolgt elektrochemisch am Werkstück, nicht durch mechanischen oder thermischen Angriff auf das Werkzeug. Deshalb bleibt die Elektrode prozessbedingt maßhaltig, was gleichbleibende Teile über die Serie ermöglicht.

Für welche Werkstoffe eignet sich das Verfahren?

Für elektrisch leitfähige Metalle, unabhängig von ihrer Härte. Gerade bei schwer zerspanbaren und gehärteten Werkstoffen spielt das Verfahren seinen Vorteil aus.

Oberfläche, die mechanisch nicht zu machen ist?

Beschreiben Sie die Struktur und die Toleranz, wir prüfen den elektrochemischen Weg.